Corona-Krise: Gesundheitssorgen nehmen ab …

Corona-Krise: Gesundheitssorgen nehmen ab …

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[Werbung]*Unbezahlt*Wien, 19.05.2020

… Sorgen um Wirtschaft und Demokratie bleiben

 

Die Infektionszahlen gehen zurück, und Österreich sperrt langsam wieder auf.  Lange  ersehnte  Treffen  mit  Freunden  und  Verwandten  finden  wieder  statt  und  die Bevölkerung entsagt zunehmend dem kollektiven Lagerkoller. Der Anteil jener, welche die Bedrohung durch das Corona-Virus sehr ernst nehmen, hat sich seit Ende März fast halbiert. Rückläufig  sind  speziell  die  Sorgen  um  die  eigene,  aber  auch  um  die  Gesundheit  von Angehörigen. Aber nach wie vor zeigt sich die große Mehrheit um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise besorgt. INTEGRAL hat die Entwicklung der Stimmungslage mitverfolgt.

 

Bedrohung durch Corona wird weniger ernst genommen

80% nehmen die Bedrohung nach wie vor ernst, allerdings zeigt sich ein rückläufiger Trend. Speziell jene Gruppe, die angibt, die Bedrohung sehr ernst zu nehmen, ist gegenüber Ende März von  59%  auf  34%  geschrumpft.  Die  niedrigen  Infektionszahlen  stimmen  optimistisch:  Der generelle Zukunftsoptimismus hat sich auf das Niveau vor Corona erholt. Auch beschäftigt man sich nun weniger intensiv mit dem Thema Corona.

Besorgnis um die Gesundheit geht zurück

Dass die direkten Bedrohungsgefühle abnehmen, liegt speziell am Rückgang der Besorgnis um die eigene Gesundheit (von 57% Ende März auf aktuell 44%) oder die von nahen Angehörigen (von 84% auf 69%). Und: Das österreichische Gesundheitssystem hat seine Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt – hier nehmen die sehr Besorgten von 73% auf 51% ab.

Sorge um Wirtschaft und Demokratie bleibt bestehen

Mit  den  gewichenen  Ängsten  um  die  gesundheitliche  Bedrohung  hat  sich  auch  der  Fokus verlagert.  Die  niedrigen  Infektionszahlen  stimmen  zuversichtlich,  die  Wirtschaftsprognosen fallen hingegen düster aus. Damit hält sich die Sorge um die wirtschaftlichen Folgen von Corona mit 87% an erster Stelle der Bedenken. Die von der Regierung verhängten Einschränkungen bringen auch eine weitgehend konstante Besorgnis um Demokratie und persönliche Freiheit (aktuell 58% vs. 55% im März) mit sich.

Um die eigene finanzielle Lage sind aktuell 50% besorgt (trotz eines leichten Rückgangs von 58%

im März). Auch die Angst um den Arbeitsplatz hält sich noch bei 28% (davor 34%). Die Sorgen sind in der gesellschaftlichen Mitte am stärksten ausgeprägt.

Maßnahmen der Regierung werden zunehmend hinterfragt

Nach wie vor fällt das Urteil für die Arbeit der Bundesregierung positiv aus: Ende März hielten noch drei Viertel die Maßnahmen der Regierung für angemessen, jetzt tun das immerhin noch zwei Drittel. Allerdings steigt nun der Anteil derjenigen, die die Maßnahmen für zu weitreichend halten, von 12% auf  28%. „Seit die  gefühlte  Bedrohung der  eigenen Gesundheit abnimmt, beschäftigt man sich zunehmend mit den längerfristigen wirtschaftlichen Folgen der Krise und hinterfragt  damit  auch  verstärkt  die  Folgen  der  Corona-Maßnahmen.“,  so  Bertram  Barth, Geschäftsführer von INTEGRAL. „Speziell das Milieu der Performer, bei dem wirtschaftlicher Erfolg und Leistungsorientierung hoch angeschrieben sind, ist kritisch.“

 

Dies sind  Ergebnisse aus der  INTEGRAL-Eigenforschung. Im Rahmen  einer  Online-Befragung wurden zwischen 7. und 13. Mai 2020 1.000 Personen repräsentativ für die österreichische Bevölkerung zwischen 16 und 69 Jahren befragt.

 

Über INTEGRAL


INTEGRAL ist ein Full-Service-Institut und Anbieter maßgeschneiderter Marktforschungslösungen auf wissenschaftlicher Basis, von der Datenerhebung bis zur Lieferung handlungsrelevanter Informationen und  Empfehlungen.  In  Kooperation  mit  dem  Heidelberger  SINUS-Institut,  dessen  Mehrheitsanteile INTEGRAL im Jahr 2009 übernommen hat, engagiert sich der österreichische Marktforscher intensiv in der Sinus-Milieu® Forschung. Die Ergebnisse bieten Marketingentscheidern aus Unternehmen, Medien und Politik wettbewerbsrelevante Informationen über Märkte und Zielgruppen.


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