Ab 21. Mai: SCALING MEMORIS im Künstlerhaus

Ab 21. Mai: SCALING MEMORIS im Künstlerhaus

Foto: “Rosen, Tulpen, Nelken, 2025, Fotografie, 90 x 120 cm” / Fotocredit: © Christiane Spatt / Quelle: © Künstlerhaus

Logo_Instagram @frauenbusinessatalexa  | Wien 2026 | Werbung.Unbezahlt.

SCALING MEMORIES vereint vier künstlerische Positionen, die Erinnerung als fluide Spur zwischen persönlichem Erleben und kollektiven Bildern begreifen. In Malerei, Fotografie, Video, Objekt- und Textilkunst entstehen fragile Konstellationen zwischen Nähe und Distanz – von reduzierten Gesten bis zu materialisierten Zeitspuren. Die Arbeiten von Anita Steinwidder, Christiane Spatt, Dora Mai und Mona Radziabari zeigen, wie individuelle Erfahrungen in Formen, Materialien und Atmosphären weiterwirken und sich im gemeinsamen Ausstellungsraum neu begegnen.

Ausgehend von der Frage, wie Erinnerung sich in Materialien, Bilder und Körper einschreibt, untersucht die Ausstellung Prozesse des Skalierens: Vergrößerung und Reduktion, Verdichtung und Fragmentierung, Wiederholung und Verschiebung. Erinnerung erscheint dabei nicht als statisches Archiv, sondern als dynamischer Zustand zwischen Intimität und Öffentlichkeit, Biografie und gesellschaftlicher Geschichte.

 

Anita Steinwidder transformiert gebrauchte Schuhe zu textilen Objekten und Assemblagen, in denen Spuren von Bewegung, Abnutzung und Zeit eingeschrieben bleiben. Nähen, Umwickeln und Verbinden werden zu poetischen Handlungen des Erinnerns, in denen das Persönliche und das Kollektive verschwimmen.

Christiane Spatt arbeitet mit Tapetenresten, Erinnerungsfotografien und Schmuckfragmenten aus dem familiären Umfeld. Daraus entstehen offene Bild- und Objektkonstellationen, die Erinnerung nicht fixieren, sondern zur Neuinterpretation freigeben.

Dora Mai greift auf fotografische Fundstücke aus dem Familienarchiv zurück und überführt sie malerisch ins Hier und Jetzt. Durch Skalierung, Variation und das Spiel mit Nähe und Distanz thematisiert sie die Flüchtigkeit von Momenten.

Mona Radziabari befasst sich mit Erinnerung im Spannungsfeld von Migration, politischer Unterdrückung und medialer Bilderflut. Kartografische Bilder, dokumentarische Fotografien und persönliche Narrative werden reduziert und abstrahiert – als künstlerische Strategien zwischen Schutz, Verlust und Sehnsucht.

 

SCALING MEMORIES eröffnet einen Raum, in dem Erinnerung als wandelbares Gefüge erfahrbar wird – materiell, bildhaft und in Bewegung.

 

 

Eröffnung: 

Künstlerhaus

Karlsplatz 5, 1010 Wien

20. Mai 2026

18:30 Uhr Einlass

19 Uhr Ausstellungseröffnung

Begrüßung: Franziska Maderthaner, Vorstand, Künstlerhaus Vereinigung

Zur Ausstellung: Maria Christine Holter, Kunsthistorikerin

In Anwesenheit der beteiligten Künstlerinnen:
Dora Mai, Mona Radziabari, Christiane Spatt und Anita Steinwidder

 

Mehr Informationen zur Ausstellung finden Sie hier

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