Penhaligon’s Arthur the Dragon
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SEIN DUFT
- WEIHRAUCH, VANILLE UND GRAPEFRUIT
- ABELMOSCHUS UND MUSKATELLERSALBEI
- TONKABOHNE UND WEIHRAUCHHARZ
PENHALIGON’S PORTRAITS
Dies ist die Geschichte eines Barbiers aus Cornwall, der nach London reiste und sein Geschäft in der Straße mit den herausragendsten Schneidern der Stadt eröffnete. Der zum königlichen Hoflieferanten ernannt wurde und dem Schah von Persien den Bart stutzte. Zu einer Zeit, in der die eigene Schönheitstoilette mit tiefem Ernst begangen wurde und das Dasein eines Gentlemans mit hohem Aufwand verbunden war.
Zu jener Zeit regierte Queen Victoria, Antiseptika kamen zum ersten Mal zum Einsatz – und Knöchel hatten noch etwas Aufreizendes. Diese Geschichte spielt in dem Jahrzehnt nach der Ermordung von Abraham Lincoln, der Eröffnung des Suezkanals und der Gründung der Londoner Feuerwehr. Zur gleichen Zeit erschienen Charles Dickens Roman „Große Erwartungen“, „Alice im Wunderland“, „Krieg und Frieden“ und „Das Kapital“.
Man schreibt das Jahr 1870. Erbe, Empire und Portraitmalerei sind an der Tagesordnung. Die meiste Zeit jedenfalls.
ETWA ZUR GLEICHEN ZEIT
Frei von der Last der Politik und des Krieges – es gilt, Feuer anzuzünden, die Morgen werden kühler – widmen sich zwei, drei Hausangestellte unermüdlich ihren Aufgaben: Bäder einlassen, Vorhänge aufziehen, Kaminfeuer anzünden und Teppiche ausklopfen, um das morgendliche Zusammentreffen der Familie vorzubereiten. An Opulenz, Detailliebe und Vorbereitung steht das Frühstück den anderen Mahlzeiten des Tages in nichts nach. Die Zeit ab Morgengrauen ist denkbar knapp, die Arbeit fieberhaft.
Vielleicht daher die überschwängliche Begrüßung im Familienkreis. Lord George und seine Lieben beim ersten Zusammentreffen des Tages. Steckt mehr dahinter? Ohne Manieren ist der Mensch nichts wert – und welch vorzügliches Mittel der Täuschung.
Ist die Manierlichkeit der britischen Aristokraten vor allem ein Schutzwall? Vielleicht ist es an der Zeit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.
Nicht alle der hier vorgestellten Personen sind am Esstisch zu finden. Einige stehen später auf, die heimlichen Affären der Nacht sind ermüdend. Das Erscheinen anderer Personen in diesem förmlichen Rahmen wäre äußerst unangebracht. Und schließlich gilt es, den Schein zu wahren.
Die künstlerische Freiheit gestattet es, ihnen die fiktiven Personen vorzustellen, die nicht anwesend sind. Sie sind jedoch nie fern in den Gedanken … und der Duft des Skandals durchzieht in hellem Flirren die Luft.
UND NICHTS VON DEM GESAGTEN IST WAHR.