Author: Alexa Szikonya

Frauennetzwerk Medien: Karin Strobl wieder Vorsitzende

“Mit der Profil-Journalistin Elfriede Hammerl konnte eine weitere hochkarätige Medienfrau für das Netzwerk gewonnen werden”, freut sich die alte, neue Vorsitzende Karin Strobl (Heute) über ihre neue Stellvertreterin. Als weitere stellvertretende Vorsitzende wurden Tessa Prager (NEWS) und Lydia Ninz (ARBÖ) wieder gewählt.


Eröffnet wurde die Veranstaltung von Anneliese Rohrer, die mit den Teilnehmerinnen intensiv über die aktuelle Wirtschafts- und Vertrauenskrise in den Medien diskutierte. Anlass für einen “Reality Check” sieht Strobl auch für das Netzwerk:  “Wir werden 10. Wir haben sehr viel erreicht, das werden wir feiern, aber es gibt auch noch viel zu tun.”  So soll etwa verstärkt auch international vernetzt werden.


Das Frauennetzwerk Medien besteht seit 1999 als Plattform für persönliche Kontakte und Informationen für Frauen, die in und mit Medien arbeiten. Der parteiunabhängige Verein mit mehr als 350 Mitgliedern ist u.a. Mitorganisator beim Journalistinnen-Preis “Spitze Feder”, dem Journalistinnenkongress und der Expertinnendatenbank, vergibt jährlich mit dem “Handtaschl”, eine ironische Auszeichnung für diskriminierende oder klischeehafte Äußerungen über Frauen, führt Mentoringprogramme durch, lädt zum “karriere.TALK” mit prominenten Frauen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien, zum regelmäßigen Netzwerktreffen und betreibt eine eigene Jobbörse.


www.frauennetzwerk.at

Barbara Raimann neue Verlagsleiterin im Verlag Österreich

MMag. Barbara Raimann ist mit Wirkung zum 1. Januar 2010 zur Verlagsleiterin der Verlag Österreich GmbH in Wien ernannt worden.

Barbara Raimann ist mit dem Verlag Österreich bereits bestens vertraut und eng verbunden. 1998 kam sie als Projektmanagerin für juristische Fachliteratur zum Verlag der Österreichischen Staatsdruckerei, dem Vorgänger des Verlag Österreich.

Seit 2002 war Raimann Leiterin der Abteilung “Juristische Fachliteratur”. Der Verlag Österreich wurde 2008 an die Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart veräußert, einem Unternehmen der Verlagsgruppe des Deutschen Apotheker Verlags. 

Zu Raimanns wichtigsten Erfolgen während ihrer Zeit beim Verlag Österreich gehören der stetige Ausbau der Programmbereiche vor allem im Öffentlichen Recht und im Zivil- und Strafrecht sowie die Betreuung zahlreicher Neuauflagen von Standardwerken des Verlags.

So erschienen unter ihrer Regie mehrere Bände der 3. Auflage des 27-bändigen Großkommentars zum ABGB (“Klang-Kommentar”), der von namhaften österreichischen Wissenschaftern und Praktikern herausgegeben und bearbeitet wird.

Im Öffentlichen Recht wurde neben dem Kommentar zum Bundesverfassungsrecht ein breites Angebot an Praxiskommentaren (z.B. im Vergabe- und Baurecht) geschaffen, das durch Lehrbücher- und Handbücher ergänzt wird. So hat sich z.B. die umfangreiche Darstellung zum Verwaltungsverfahrensrecht von Thienel für die Praxis zu einem Standardwerk entwickelt.

Im Strafrecht deckt ein vierbändiger Kommentar neben materiellem und formellem Recht auch die Nebengesetze und Verordnungen bzw. Erlässe ab.

Ergebnisse der Zukunftskonferenz “Frauen in der Wirtschaftskrise”

Wie können sich Frauen gegen die Krise wappnen? Das war die Frage, der die TeilnehmerInnen aus Politik, Wirtschaft, Interessensvertretungen und Wissenschaft  im Rahmen unserer Zukunftskonferenz „Frauen in der Wirtschaftskrise“ am 8. und 9. Oktober 2009 auf den Grund gegangen sind.

„Wir haben uns auf die Zukunftskonferenz sehr gut vorbereitet. Wir haben die Frauen gefragt, welche Themen für Sie wichtig sind. Die Umfrageergebnisse zeigen den enormen Handlungsbedarf zur Unterstützung der Frauen in der Wirtschaft, aber auch zum Thema Gesundheit!“,so Christa Ornest, Obfrau von WOMEN fit for business.

„Für Frauen geht es nämlich nicht darum noch härter zu arbeiten. Für Frauen geht es um Ziel gerichtete Maßnahmen und entsprechende Rahmenbedingungen, damit sie ihre Karrierechancen nutzen, mehr Führungsaufgaben wahrzunehmen und sich und ihre Kinder vor Armut schützen können“, so die Initiatorin, Eva Maria Artner von WOMEN fit for business, Gesellschaft zur Förderung der Frauen in der Wirtschaft.

Die Krise ist aber auch eine Chance für uns Frauen, Veränderungen herbeizuführen. Krisen beinhalten auch immer die Neuordnung eines wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Systems, und damit auch die Möglichkeit sich am Arbeitsmarkt und in der Wirtschaft neu zu positionieren.

Maßnahmen und Forderungen, die im Rahmen der Zukunftskonferenz erarbeitet wurden:

Förderung von Weiterbildung für UnternehmerInnen

Ein großes Anliegen der Unternehmerinnen ist die Weiterbildung, die gerade bei Einfrauen-Unternehmerinnen an den finanziellen Möglichkeiten scheitert. Wir wünschen uns eine finanzielle Förderung von Weiterbildung für Unternehmerinnen, analog wie es jetzt

nur für Angestellte möglich ist. Wir fordern eine gesetzlich verankerte finanzielle Unterstützung für Weiterbildung im Ausmaß von 80% der Weiterbildungskosten in einem Gesamtausmaß von Euro 5000,- in drei Jahren. Wir werden uns dazu an die zuständigen

politischen VertreterInnen wenden. „Da haben wir uns große Schuhe angezogen, wir wissen das, aber wir wünschen uns die Umsetzung innerhalb eines Jahres“, Eva Maria Artner, WOMEN fit for business.

Offensive Fördermöglichkeiten

Wir haben in den Diskussionen festgestellt, dass die Informationen zu Fördermöglichkeiten offensichtlich zum Teil bei den Unternehmerinnen nicht wirklich angekommen sind. Daher wird eine unserer nächsten Aktionen eine flächendeckende Information über alle Fördermöglichkeiten für Unternehmerinnen sein. Wir werden dazu einen Marketing- und PR Plan gemeinsam mit dem WWFF

und mit Christa Kranzl (Kranzl Marketing) entwickeln. Wir glauben, dass es notwendig ist, dass es eine gebündelte Information zu Fördermöglichkeiten gibt. D.h., auch, dass die tolle WebSite des WWFF in den Vordergrund gestellt werden muss.

Unser Ziel ist, dass sich die Unternehmerinnen der Fördermöglichkeiten mehr bewusst werden und sich im so genannten Förder-Dschungel zurecht finden. Nachdem Ziele ja auch ein Messkriterium haben müssen und wir wissen wollen, ob wir unser Ziel erreicht haben, wird es Ende 2010 eine Evaluierung mittels Fragebogen an alle Unternehmerinnen geben.

Förderung von Frauen in der Technik

Im Rahmen der Zukunftskonferenz wurde für schon für Herbst 2009 eine Kooperation mit verschiedensten Institutionen wie z.B. dem AMS, gleich gesinnten Netzwerken und Plattformen für Frauen vereinbart. Wir möchten eine Offensive zum Thema „Frauen in Männer dominierten Berufen und Weiterbildungsmaßnahmen für Frauen und Mädchen in technischen, handwerklichen Berufen starten.

Die Kooperation startet noch heuer im Herbst. Wir wissen, dass die Stadt Wien hier sehr viele gute Initiativen gestartet hat, die wir natürlich damit auch unterstützen möchten.

Förderung der Eigenverantwortung von Frauen zum Thema Gesundheit

Das Thema Gesundheit ist in den beiden Tagen der Zukunftskonferenz immer wieder in Zusammenhang mit allen möglichen Themenbereichen gefallen. Wie sie aus unserer Umfrage 2009 ersichtlich ist, sind gerade Frauen sind am Thema Gesundheit sehr interessiert.

Wir haben die Vision der gesunden, starken Frau 2015 entwickelt. In unserer Vision ist die gesunde Frau im „inneren Gleichgewicht“, die Frau, die sich selbst liebt, diese Selbstliebe und Selbstsorge als ihre Kraftquelle nutzt, sich auch mal abgrenzt, wenn es notwendig ist. Die Frau, die sich auch einmal aus ihrem Stress, bedingt durch ihre Verantwortung für Beruf, Familie, Weiterbildung, Pflege und vieles mehr, heraus nimmt.

Die Frau, die sich für sich selbst ein Stück Freiheit zur Förderung Ihres Wohlbefindens einfordert. Das ist unsere gesunde, visionäre Frau von 2015. Und damit diese Vision auch Zukunft wird, ist bereits ein Projekt geplant, das das Bewusstsein und die Eigenverantwortung der Frauen zum Thema Gesundheit stärken soll.

Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst für Aylâ Neusel

Der prominenten Hochschulplanerin und Frauenforscherin Prof. Dr.-Ing. Aylâ Neusel wird das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst verliehen.

Im Rahmen eines festlichen Empfangs an der Österreichischen Botschaft überreichte der Botschafter der Republik Österreich, Dr. Ralph Scheide, am 13. Oktober 2009 das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst an Prof. Dr.-Ing. Aylâ Neusel.

Unter den Gästen befanden sich zahlreiche Vertreter aus Politik und Wissenschaft.

Mit Prof. Dr. Aylâ Neusel wird eine herausragende Persönlichkeit geehrt, die sich seit Jahrzehnten wissenschaftlich und politisch für Frauen in Hochschule und Gesellschaft in Deutschland und Österreich eingesetzt und die Verhältnisse reformiert hat. Aylâ Neusel ist es gelungen, neue Konzepte in der Hochschul- und Frauenpolitik umzusetzen, auch aufgrund ihrer Fähigkeit, Menschen und Institutionen zu bewegen und für ihre Ideen zu begeistern.

Neusel hat eine Universität (Gesamthochschule Kassel) geplant und war ihre erste Vizepräsidentin. Von 1999 bis 2003 war sie Präsidentin der von ihr selbst ins Leben gerufenen “Internationalen Frauenuniversität” (IFU) in Hannover. Dieses Projekt führte im Jahr 2000 150 Wissenschaftlerinnen unterschiedlichster Fachrichtungen aus 105 Ländern für drei Monate nach Deutschland.

Von 2003 bis 2008 war Prof. Dr. Neusel Mitglied im ersten Universitätsrat der Universität Wien. Mit der heutigen Ehrung für Prof. Dr. Neusel wird diese Auszeichnung zum ersten Mal an ein Mitglied eines Universitätsrates in Österreich vergeben.

Des Weiteren hat Prof. Dr. Neusel in überregionalen Gremien der Hochschul- und Wissenschaftspolitik leitende Funktionen bekleidet und sich im Rahmen dieser Tätigkeiten durch Führungsqualitäten, Kreativität und Ausdauer ausgezeichnet.

Prof. Dr. Aylâ Neusel wurde in Istanbul geboren. Nach Studium und Promotion an der Universität Stuttgart war Prof. Dr.-Ing. Neusel 1971 bis 1973 Mitglied der Projektgruppe zur Gründung der Gesamthochschule Kassel – heute Universität Kassel.

Von 1986-1990 war Neusel Vizepräsidentin der Gesamthochschule Kassel und bis zu ihrem Ruhestand im Jahr 2001 Honorarprofessorin für Hochschulforschung am Internationalen Zentrum für Hochschulforschung der Universität Kassel.

In den neunziger Jahren war sie überdies Kuratorin der Volkswagen-Stiftung. Prof. Dr. Neusel ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Therese Mitterbauer ist neue Bundesvorsitzende der Jungen Industrie

Dr. Therese Mitterbauer (32) wurde vom Bundesvorstand der Jungen Industrie (JI) einstimmig zur neuen Bundesvorsitzenden gewählt.


Sie folgt damit Mag. Martin Ohneberg (Geschäftsführer der Soravia Group AG), der nach zwei Amtsperioden die Staffette übergibt. Die erfolgreiche Unternehmerin, sie ist geschäftsführende Gesellschafterin der Hightech Coatings GmbH, setzte bereits als Vorstandsvorsitzende der Jungen Industrie Wien Schwerpunkte in Richtung “Europa” und “Bildung”.


“In der ersten Phase meiner Arbeit als Bundesvorsitzende der JI möchte ich mich verstärkt den Themen “Zukunft der Bildung” und “Zukunft der Altersversorgung” als wesentliche Eckpunkte der Generationenpartnerschaft widmen”, so Mitterbauer.


Die studierte Juristin startete ihre Karriere bereits während ihres Studiums als Forschungsassistentin im Europäischen Parlament in Brüssel. Nach einem Studienaufenthalt in Bologna entschied sich Mitterbauer mit dem Einstieg bei Mondi Packaging für eine Industriekarriere.


Seit Juli 2008 ist Therese Mitterbauer geschäftsführende Gesellschafterin der Miba-Tochter High Tech Coatings.


Die Junge Industrie ist die freiwillige Interessenvertretung junger Unternehmerinnen und Unternehmer bis 40.

Frauenberger verlieh Amazone 2009

Die Wiener Frauenstadträtin Sandra Frauenberger hat am 5.10.2009 die Amazone 2009 an drei Unternehmen, die sich in der Lehrausbildung von Mädchen und jungen Frauen in nicht-traditionellen Berufen hervorragend engagieren, verliehen.

Der Amazone-Award ist eine Initiative des Vereins “sprungbrett”. Der Preis wurde heuer bereits das 14. Mal in Folge verliehen. Die Amazone ist eine von zwei Künstlerinnen gestaltete Skulptur, die jährlich ihre Farbe wechselt.

Heuer ist sie lila. Preisträger sind in der Kategorie “Kleine und Mittlere Unternehmen” der Malerbetrieb Marchl aus Simmering, in der Kategorie “Großbetriebe” wurde die Firma Kapsch Partner Solutions GmbH mit Sitz in Meidling prämiert, in der dritten Kategorie “Öffentliche und Öffentlichkeitsnahe Unternehmen” konnte die Küche des Wiener AKHs punkten.

Zur Bewerbung waren Betriebe aufgefordert, die ein oder mehrere Lehrmädchen in einem handwerklichen und/oder technischen Beruf ausbilden und im Raum Wien und Wien Umkreis angesiedelt sind. So viele Betriebe wie noch nie, nämlich 32, haben sich heuer dem Wettbewerb gestellt.

Eine Jury, bestehend aus zehn namhaften Persönlichkeiten aus den Bereichen Arbeitsmarkt, Wirtschaft, Medien und Soziapartnern, bewertete die Unternehmen.

Frauenstadträtin Sandra Frauenberger dankte den engagierten Unternehmen. An die Mädchen dieser Stadt appellierte Frauenberger, sich nicht von althergebrachten Rollenbildern bei der Berufswahl und ihrer Lebensgestaltung einschränken zu lassen: “Bestimmt eure Rolle selbst! Denn Rollenklischees greifen nicht nur viel zu kurz, sondern behindern Frauen und Männer und schränken unsere Entfaltungsspielräume ein.”

Dass noch viel Bewusstseinsarbeit notwendig ist, zeigen die Zahlen: Auch 2008 waren immer noch 51,47 Prozent der weiblichen Lehrlinge in den “klassischen” und zumeist schlechter bezahlten weiblichen Lehrberufen Einzelhandels-, Bürokauffrau und Friseurin beschäftigt.

Stellt man zum Beispiel das Einstiegsgehalt einer Friseurin von 1.100 Euro dem einer Automechanikerin von 1.610 Euro gegenüber, sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache zugunsten technischer Berufe.

Die drei Siegerbetriebe im Überblick

In der 1. Kategorie “Kleine und Mittlere Unternehmen” wurde Malermeister Marchl aus dem 11. Wiener Gemeindebezirk ausgezeichnet. Die Jury lobte u.a. die ambitionierte und engagierte Lehrausbildung dieses Betriebs, seine wertschätzende und unterstützende Haltung gegenüber dem weiblichen Lehrling, Lobbying-Aktivitäten für Mädchen und Frauen im Handwerk der Malerei, eine geschlechtsneutrale Haltung gegenüber der Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und eine Karriereplanung für den weiblichen Lehrling.

In der 2. Kategorie “Großbetriebe” wurde die Firma Kapsch Partner Solutions GmbH (1120 Wien) zum Gewinner ernannt. Die Jury führt folgende Argumente an: Bei Kapsch sei die Integration von weiblichen Lehrlingen Aufgabe der Lehrverantwortlichen; weiteres biete das Unternehmen Gendertraining für AusbilderInnen und TrainerInnen, ebenso gehöre die Förderung von Nachwuchskräften zur Firmenphilosophie und weibliche Lehrlinge würden im Auftritt nach außen “vorbildlich platziert”.

In der 3. Kategorie “Öffentliche und Öffentlichkeitsnahe Unternehmen” wurde die Abteilung “Küche und Betriebsrestaurant” des Allgemeines Krankenhaus der Stadt Wien gekürt.

Die Abteilung Küche des AKH zeichnet sich durch ein PatInnen-System zur Unterstützung von Lehrlingen, die Sensibilisierung aller Bediensteten für Gleichbehandlungsfragen, das Bemühen um geschlechtsneutrale Kommunikation, klare Weisungen gegen sexistisches Bildmaterial und ein engagiertes und geschlechtsensibles Ausbildungskonzept aus.

Bettina Selden startet in die 4. Vorstandsperiode bei Prisma

Bettina Seldens Vertrag wurde um eine weitere Periode verlängert. Selden ist bereits seit 1995 Mitglied des Vorstandes bei PRISMA Kreditversicherungs-AG. Sie führt also seit 15 Jahren die Geschäfte von Österreichs innovativster Kreditversicherung.

Die Kontinuität in der Führungsmannschaft macht sich bei PRISMA bezahlt: Begonnen hat Selden 1995 mit rund 50 Mitarbeitern und 16 Mio. Euro Umsatz. Mittlerweile hat sich der Umsatz auf 56 Mio. Euro mehr als verdreifacht.

“In unserer Branche zeigt sich erst in Krisensituationen, wie gut man seine Hausaufgaben gemacht hat”, erklärt Top-Managerin Selden. “Wir haben dem Preisdruck der letzten Monate vor der Wirtschaftskrise nicht nachgegeben und immer eine klare Sicht auf das Risiko bewahrt. Davon profitieren wir heute.

Obwohl die Konjunktur in unserer Branche tiefe Spuren hinterlässt, haben wir noch ein passables Geschäftsergebnis erwirtschaftet.”

Bettina Selden studierte Handelswissenschaften an der Hochschule für Welthandel in Wien. Danach führte sie ihr Weg direkt in die Oesterreichische Kontrollbank, wo sie das Geschäft von der Pike auf gelernt hat. Von dort wurde sie in den Vorstand von PRISMA berufen.

Sich selber beschreibt sie als Analystin mit Fingerspitzengefühl. Sie kennt die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden ebenso gut wie jene ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, und weiß: “Erfolgreich sind wir als Team, weil die Zusammenarbeit mit meinem Vorstandskollegen Ludwig Mertes hervorragend funktioniert und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit großem persönlichen Engagement, den gemeinsam eingeschlagenen Weg mitgehen.”

Mag. Bettina Selden, 56, verantwortet bei der PRISMA Kreditversicherung die Bereiche Kreditprüfung, Informationsmanagement, Versicherungsleistung, Rechnungswesen und Personal. Darüber hinaus ist sie Mitglied des Vorstandes der OeKB EH Beteiligungs- und Management AG und Mitglied des Aufsichtsrates von Euler Hermes Ungarn.

PRISMA prüft im Auftrag der Kunden laufend die Bonität von Geschäftspartnern und versichert das Risiko von Forderungsausfällen im In- und Ausland.

PRISMA Kreditversicherungs-AG wurde 1989 gegründet. 2008 erzielte PRISMA 56 Mio. Euro Umsatz. PRISMA ist zu 100 % Tochter der OeKB EH Beteiligungs- und Management AG. Die Oesterreichische Kontrollbank AG hält 51 % der Managementholding, 49 % hält die Euler Hermes Kreditversicherung AG, Hamburg. Die Euler Hermes Gruppe, mit Sitz in Paris, ist Weltmarktführer in der Kreditversicherung und gehört zum Allianz-Konzern.

Sabine Ladstätter und Irene Forstner-Müller für Österreichs Archäologie

Johannes Hahn ernennt Sabine Ladstätter zur neuen ÖAI-Direktorin – Irene Forstner-Müller wird Zweigstellenleiterin in Kairo

Mit 1. Oktober 2009 bekommt das Österreichische Archäologische Institut (ÖAI) erstmals eine weibliche Spitze: Wissenschaftsminister Johannes Hahn ernennt die Kärntner Archäologin Sabine Ladstätter zur neuen Direktorin.

Neue Zweigstellen- und Grabungsleiterin in Kairo wird Irene Forstner-Müller. „Ich freue mich, dass wir mit Sabine Ladstätter und Irene Forstner-Müller zwei Top-Wissenschafterinnen für Top-Positionen gewinnen konnten“, so Wissenschaftsminister Johannes Hahn.

„Beide verfügen über die notwendige wissenschaftliche Qualifikation und internationale Erfahrung“, betont der Minister. Mit der Bestellung der beiden Wissenschafterinnen werden auch die ressortinternen Frauenförderungsziele weiter umgesetzt.

Irene Forstner-Müller

Johannes Hahn sieht in der Archäologie „einen wesentlichen Bestandteil der österreichischen Forschungslandschaft, der untrennbar mit dem Österreichischen Archäologischen Institut verbunden ist“. Das Institut zähle zu den traditionsreichsten Forschungseinrichtungen Österreichs.

Gegründet 1898 kann das Institut auf eine Reihe an Erfolgen zurückblicken. Mit der Bestellung von Sabine Ladstätter sieht der Minister die positive Entwicklung des ÖAI gesichert.

Schwerpunktmäßig ist das ÖAI in den Mediterranen Hochkulturen tätig. An Zweigstellen in Griechenland und Ägypten, aber auch in Österreich, wird intensiv geforscht. Zuletzt hat es der außergewöhnliche Fund im Rahmen des Bernsteinstraßenprojekts im Mittelburgenland in die internationalen Schlagzeilen geschafft.

Die größte und bekannteste Grabung des ÖAI ist jene in Ephesos. Bereits seit 114 Jahren forschen österreichische Wissenschafterinnen und Wissenschafter in der 70 km von Izmir entfernt gelegenen Stadt. Das Projekt zählt weltweit zu den renommiertesten dieser Art.

Auch die Zweigstelle in Kairo kann auf eine lange Tradition zurück blicken: So wurde bspw. ab 1912 der prestigeträchtige Platz bei den Pyramiden von Giza/Westfriedhof untersucht. Unter Manfred Bietak begannen ab 1966 die Arbeiten im östlichen Nildelta.

Die gebürtige Kärntnerin Ladstätter ist als erste stellvertretende Grabungsleiterin in Ephesos tätig und folgt als ÖAI-Direktorin Johannes Koder, der das Institut seit 2007 interimistisch geleitet hat.

Hahn freut sich, dass mit Ladstätter eine „international anerkannte Archäologin“ für diese spannende Aufgabe gewonnen werden konnte. Ladstätter hat an den Universitäten Graz und Wien studiert und bereits an zahlreichen Grabungen mitgewirkt. 2007 habilitierte sie sich im Fach Klassische Archäologie.

Irene Forstner-Müller übernimmt die Position von Manfred Bietak, der mit Ende September emeritiert. Sie war bis zuletzt dessen Stellvertreterin in Kairo. Die gebürtige Linzerin studierte an der Universität Wien Ägyptologie, klassische Archäologie und Feldarchäologie.

Sie nimmt seit 1991 an den Grabungen des ÖAI in Tell el-Dab’a/Ägypten teil. Nach ihrer Promotion und Dissertation „Die Gräber des Areals A/II von Tell el-Dab‘a“ im Jahr 2002, avancierte sie im selben Jahr zur stellvertretenden Leiterin der Zweigstelle Kairo und zur Ko-Grabungsleiterin der Grabungen in Tell el-Dab’a. Seit 2002 unterrichtet Forstner-Müller an der Universität Wien, ihr Schwerpunkt ist die Ägyptische Feldarchäologie.

Minister Hahn sprach sowohl Johannes Koder als auch Manfred Bietak seinen Dank für die „professionelle Arbeit und ihr Engagement im Sinne der Archäologie und des Wissenschafts- und Forschungsstandortes Österreich“ aus.

Alexandra Wieshaider neue Leiterin im Biosphärenpark Wienerwald

Bei den Österreichischen Bundesforsten übernimmt Forstfrau die Leitung der Biosphärenpark-Agenden

Alexandra Wieshaider (35) wird mit 1. Oktober neue Leiterin des Biosphärenparks Wienerwald bei den Österreichischen Bundesforsten (ÖBf). Sie folgt in dieser Funktion Gerald Oitzinger nach, der die Bundesforste-Leitung im Nationalpark Donau-Auen übernommen hat.

„Seit knapp einem Jahrhundert“, so Georg Erlacher, Vorstandssprecher der Bundesforste, „betreuen wir weite Flächen im Wienerwald und haben mit unserer Arbeit das Gebiet nachhaltig geprägt.“ Der Biosphärenpark Wienerwald bietet für über 800.000 Menschen wertvollen Arbeits- und Lebensraum, in dem es gilt, besonders vielfältige Interessen zu moderieren.

„Unter der Leitung von Alexandra Wieshaider wollen wir auch in Zukunft den Biosphärenpark aktiv mitgestalten und nachhaltig weiterentwickeln“, erklärt der Vorstandssprecher.

„Alexandra Wieshaider ist aus einem internen Bewerbungsverfahren klar als beste Kandidatin hervorgegangen“, sagt Erlacher, „natürlich freut es uns auch, mit dieser Nachbesetzung den traditionell niedrigen Frauenanteil in der Forstwirtschaft zu erhöhen.“

Vom High Potential zur Führungskraft

Ihre Karriere bei den Bundesforsten begann die gebürtige Niederösterreicherin nach ihrem Studium der Forstwirtschaft an der BOKU Wien 1999 im Bereich Forstliches Controlling und Waldbau.

2004 übernahm sie den Aufbau des Servicefeldes Forschung und Entwicklung, initiierte zahlreiche Forschungskooperationen und Studien und sorgte für einen regen Wissenstransfer zwischen Theorie und Praxis.

2008 folgte ein internes Trainingsprogramm für zukünftige Führungskräfte. „In unserem High-Potential-Programm“, unterstreicht Erlacher die Bedeutung der internen Nachwuchsförderung, „hat Alexandra Wieshaider sich als Führungskraft bewiesen.“ Seit Jänner 2009 leitet die studierte Forstwirtin zusätzlich ein unternehmensweites Projekt zur Chancengleichheit. Der Frauenanteil im Unternehmen liegt bei 15%.

Bundesforste betreuen ein Drittel des Wienerwaldes

„Der Biosphärenpark Wienerwald umfasst etwa 105.000 Hektar, davon entfallen 32% auf Flächen der Bundesforste“, erklärt Erlacher. Der Wienerwald stellt eine der interessantesten und vielfältigsten Kulturlandschaften Europas dar und ist nicht nur für Menschen, sondern auch für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten ein wichtiger Lebensraum.

„In den Kernzonen entwickeln sich die Waldgebiete zum Urwald von morgen, dort findet keine forstwirtschaftliche Nutzung statt“, betont der Vorstandssprecher die ökologische Bedeutung des Naherholungsgebietes.

Gemeinsam mit dem Biosphärenpark Wienerwald Management betreuen die Bundesforste das Schutzgebiet und führen zahlreiche Naturschutz- und Forschungsprojekte durch. Einen besonderen Schwerpunkt bildet der Bereich Besucherbetreuung mit einem umfangreichen Führungsprogramm für Kinder und Erwachsene.

Silvia Meister übernimmt die Ressorts Leute und Style von NEWS

FIRST Chefredakteurin Silvia Meister übernimmt die Ressorts “Leute” und “Style” von NEWS

Die Chefredakteurin des Personality und Fashion Magazins FIRST, Silvia Meister, übernimmt zum 1. Oktober zusätzlich die Verantwortung für das Leute  Ressort und das Style Ressort der Zeitschrift NEWS.

Die bisherige NEWS Leute Chefin, Isabella Großschopf, wird zukünftig dem Haus als freie Autorin verbunden bleiben. Isabella Großschopf: “Dies ist eine Entscheidung, die ich aus rein familiären Gründen getroffen habe und ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.”

Mit Silvia Meister übernimmt ein hervorragender Magazin-Profi wichtige Ressortverantwortung bei NEWS. Meister hat bereits als Mitglied der Chefredaktion des reichweitenstärksten Magazins der Verlagsgruppe, TV-Media, exzellent Blatt gemacht und ihr Magazin FIRST überzeugend am Markt positioniert.

“Ich darf mich bei allen drei KollegInnen herzlich für die ausgezeichnete journalistische Arbeit bedanken. Mit Übergabe der Ressortverantwortung an Silvia Meister geht NEWS-Chefredakteur Atha Athanasiadis einen gänzlich neuen Weg um journalistische Ressourcen zukünftig optimal nutzen zu können”, sagt Oliver Voigt, Herausgeber und Vorsitzender der Geschäftsführung der Verlagsgruppe NEWS.