Crowdinvesting-Mythen im Faktencheck
[Werbung]*Unbezahlt*Wien, 27.02.2020
Crowdinvesting-Mythen im Faktencheck
Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass klassische Sparbücher schon länger keine Zinsen mehr abwerfen, hat Crowdinvesting als Anlageform an Attraktivität gewonnen. So sammelten die österreichischen Plattformen im Jahr 2019 mit rund 67 Millionen Euro so viel Geld wie nie zuvor von der breiten Masse ein. Dennoch rankt sich rund um die Schwarmfinanzierung immer noch viel Halbwissen. Um Anlegern eine seriöse Auseinandersetzung mit dem Thema Crowdinvesting zu ermöglichen, beleuchtet der Marktführer dagobertinvest vier häufige Mythen und erklärt, was an ihnen dran ist.
Crowdinvesting ist in Österreich zwar längst kein Nischenthema mehr, aber auch noch nicht in aller Munde. Gerade weil klassische Sparformen inmitten einzementierter Niedrigzinsen kaum mehr Rendite bringen, ist Crowdinvesting für viele Anleger eine Überlegung wert. Nicht selten herrschen in Gesprächen darüber aber falsche Glaubenssätze vor. Österreichs größte Plattform dagobertinvest sieht sich vier immer wiederkehrende Mythen genauer an und klärt darüber auf:
Mythos 1 – Für Investoren entstehen Kosten oder Gebühren
Zinssätze für Crowdinvestments in der Bandbreite zwischen 5 und 8 Prozent p.a., während sich auf dem Sparbuch de facto nichts tut? Es ist nachvollziehbar, dass die von Plattformen in Aussicht gestellte Rendite bei Anlegern zunächst einmal Skepsis auslöst. „Oft taucht die Frage auf, warum Emittenten, in unserem Fall Bauträger oder Immobilienentwickler, so hohe Zinssätze bezahlen und wie sich das alles rentieren kann“, berichtet Andreas Zederbauer, Co-Gründer und Geschäftsführer der auf Immobilien-Projekte spezialisierten Plattform dagobertinvest, aus der Praxis und erklärt: „Die Crowd wird deshalb mit verhältnismäßig hohen Zinsen belohnt, weil es sich um Risikokapital handelt, und der Bauträger dieses anderswo nicht billiger bekommt.“ Aufgrund strengerer europäischer Richtlinien sind die Anforderungen der Banken für die Kreditvergabe gestiegen – Crowdinvesting macht als komplementäres Finanzierungsmittel viele Projekte erst möglich. Anders als beispielsweise bei Fonds sind Crowdinvestments für die Investoren mit keinerlei Gebühren verbunden. Kostenfaktoren wie einen Ausgabeaufschlag, Depotgebühren oder „management fees“ gibt es nicht. Steuerlich unterliegen Erträge aus Crowdinvesting-Projekten nicht der Kapitalertragssteuer, sondern der Einkommenssteuer. Allerdings gibt es für Dienstnehmer einen Freibetrag von 730 Euro jährlich, bis dahin sind die Erträge steuerfrei.
Mythos 2 – Crowdinvesting-Projekte fallen laufend aus
Die meisten Crowdinvesting-Projekte in Österreich werden in Form von Nachrangdarlehen umgesetzt. Kommt ein Emittent in eine Krisensituation, hat das zur Folge, dass die Forderungen der Crowdinvestoren nach jenen anderer Gläubiger, etwa der Banken, gereiht werden. Geht etwas schief, droht Anlegern der Verlust ihres eingesetzten Kapitals. Allerdings sind Projekt-Ausfälle weit seltener, als man glauben könnte. Wie das unabhängige Branchen-Portal CrowdCircus kürzlich erhob, fielen seit 2012 insgesamt 22 Projekte, darunter vorwiegend Start-ups, aus. Das entspricht einer Ausfallsquote von 4,33 Prozent. Aber: Das in Österreich mittlerweile marktdominierende Immobilien-Crowdinvesting verzeichnete bisher noch keinen einzigen Ausfall. „Crowdinvesting ist Risikokapital und es ist die Aufgabe der Plattformen, dieses Risiko auch offen anzusprechen. Einen wichtigen Beitrag zur Risikominimierung können Investoren leisten, indem sie ihr investiertes Kapital auf mehrere Projekte streuen. Statt 3.000 Euro in ein Projekt könnten zum Beispiel jeweils 500 Euro in sechs Projekte verschiedener Bauträger investiert werden“, rät Zederbauer.
Mythos 3 – Bis man sein Geld wieder sieht, dauert es ewig
Geld überwiesen und ewig nichts mehr davon gehört – wer eine derartige Crowdinvesting-Erfahrung gemacht hat, sollte die Plattform seines Vertrauens besser noch einmal überdenken. Seriöse Plattformen beziehungsweise deren Emittenten informieren die Investoren regelmäßig, meist zumindest einmal im Quartal, über Projektfortschritte und den aktuellen Status. Und auch die Projektdauer ist, gerade beim Immobilien-Crowdinvesting, überschaubar. „Wir setzen mit durchschnittlich 6 bis maximal 30 Monaten auf kurze Projektlaufzeiten, da wir diesen Zeitraum als gut planbar erachten. Allerdings werden die Laufzeiten exakt auf die voraussichtliche Umsetzungsdauer des Bauvorhabens abgestimmt“, so Zederbauer. Mit wöchentlich bis zu zwei neuen Projekten, die bei dagobertinvest online gehen, ermöglicht es die Plattform Investoren, binnen kurzer Zeit ein attraktives Portfolio zusammenzustellen. Investieren sollte man aber nur Geld, das man nicht zum täglichen Leben benötigt und auch keine Notfallreserve, die etwa für die Autoreparatur oder eine kaputte Waschmaschine zur Seite gelegt wurde.
Mythos 4 – Crowdinvesting ist Männersache
In der Tat zeigt sich, dass Crowdinvesting in Österreich nach wie vor eine ziemliche Männerdomäne ist – laut CrowdCircus gibt es gerade einmal 22 Prozent Investorinnen. Einen plausiblen Grund für dieses Ungleichgewicht gibt es allerdings nicht. Dass immer noch zu viele Frauen in Geldangelegenheiten ihre Ehemänner oder Partner alleine entscheiden lassen, ist bekannt, macht es aber nicht besser. „Frauen sind überdurchschnittlich oft von Altersarmut betroffen, insofern wäre es umso wichtiger, dass sie sich wirklich selbst mit Finanzfragen beschäftigen und ihre Entscheidungen nicht anderen überlassen. Es zeigt sich, dass Frauen das Risiko-Rendite-Verhältnis oft besser abwägen können als Männer“, macht Zederbauer Mut. Mit einem Mindestinvestitionsbetrag von 250 Euro ist die Einstiegshürde bei dagobertinvest relativ gering.
Über dagobertinvest
dagobertinvest wurde 2015 vom ehemaligen Bankenvorstand Andreas Zederbauer gemeinsam mit Markus Dvorak und Martin Riedl gegründet. Die auf Immobilien-Crowdinvesting spezialisierte Plattform vermittelt Bauträgern privates Kapital und ermöglicht den Investoren mit überdurchschnittlich hohen Zinsen zwischen 5 und 8% p.a. für ihre Investments am Boom des Immobilien-Marktes zu partizipieren. In Summe gab es bisher 126 Projekte, mehr als 36.000 Investitionen und über 45 Millionen Euro vermitteltes Gesamtkapital. Mit seinem Angebot richtet sich das aus erfahrenen Finanz- und Immobilienprofis bestehende Team von dagobertinvest primär an Investoren aus dem DACH-Raum. dagobertinvest kooperiert ausschließlich mit etablierten, gut prüfbaren Bauträgern und setzt auf nachhaltige Projekte. Für Start-up-Finanzierungen steht das Unternehmen aufgrund des verhältnismäßig hohen Risikos nicht zur Verfügung. Bisher gab es bei dagobertinvest noch keinen einzigen Projektausfall.