Neue Umfrage zeigt, wie sehr Schlafmangel und Erschöpfung Frauen belasten

Neue Umfrage zeigt, wie sehr Schlafmangel und Erschöpfung Frauen belasten

Foto: “Neue Zahlen zu Schlaf und Erschöpfung bei Frauen, v. l. Elke Doppler-Wagner, Tina Werner, Brigitte Holzinger” 
Fotocredit & Quelle: © Pure Encapsulations

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68 % funktionieren trotz Müdigkeit einfach weiter 


Für Frauen in Österreich ist Schlaf eng mit Gesundheit und Leistungsfähigkeit verbunden: 93 % sehen ihn als gesundheitliche Notwendigkeit, 94 % als Voraussetzung für Leistungsfähigkeit. Dennoch ist Müdigkeit für mehr als die Hälfte der Frauen Alltag: 54 % erleben sie als Dauerzustand. Der aktuelle Frauengesundheitsreport von Pure Encapsulations® in Zusammenarbeit mit TQS Research & Consulting zeigt anlässlich des Tags der Frauengesundheit am 28. Mai, wie alarmierend die Realität vieler Frauen rund um Schlaf und Erschöpfung ist. 

68 % funktionieren trotz Müdigkeit oder Erschöpfung einfach weiter, 66 % haben gelernt, Müdigkeit als normal hinzunehmen. Und selbst dort, wo Schlaf auf den ersten Blick mengenmäßig ausreichend erscheint, bleibt er oft nicht erholsam: 57 % wachen morgens nicht erholt auf, 51 % erleben ihren Schlaf als oberflächlich oder wenig regenerativ.

 

Anlässlich des Tags der Frauengesundheit am 28. Mai präsentiert Pure Encapsulations® bereits zum dritten Mal den Frauengesundheitsreport. Die aktuelle repräsentative Studie unter 1.000 Frauen in Österreich, durchgeführt von Pure Encapsulations® gemeinsam mit TQS Research & Consulting, zeigt, wie stark Müdigkeit und Erschöpfung normalisiert oder im medizinischen Kontext nicht ernstgenommen werden. Schon der Blick auf die Schlafgewohnheiten zeigt, wie groß die Belastung ist: Jede dritte Frau (34 %) schläft an Werktagen im Schnitt höchstens sechs Stunden und mehr als die Hälfte (55 %) wacht nachts zwei Mal oder öfter auf. Gleichzeitig geben 61 % an, an Werktagen sieben bis acht Stunden zu schlafen. Dass dennoch 57 % morgens nicht erholt aufwachen, 51 % ihren Schlaf als oberflächlich oder wenig regenerativ erleben und 62 % sich im Alltag häufig unabhängig von ihrer Schlafdauer erschöpft fühlen, zeigt: Entscheidend ist nicht die Schlafdauer allein, sondern wie erholsam Schlaf unter den Bedingungen des Alltags überhaupt sein kann.

 

Müdigkeit wird normalisiert, Frauen funktionieren weiter

Müdigkeit ist für viele Frauen in Österreich Alltag. 68 % geben an, trotz Müdigkeit oder Erschöpfung einfach weiter zu funktionieren. Gleichzeitig sagen 66 %, dass sie gelernt haben, Müdigkeit als normal hinzunehmen. Erschöpfung wird im Alltag vieler Frauen mitgetragen und zu selten als Warnsignal ernst genommen. Verstärkt wird das durch gesellschaftliche Erwartungen: 91 % haben das Gefühl, auch dann noch gepflegt und belastbar sein zu müssen, wenn sie erschöpft sind. 89 % sagen, dass sie trotzdem organisiert und emotional verfügbar sein müssen.

„Wenn Frauen lernen, Müdigkeit als normal hinzunehmen, und gleichzeitig erleben, dass Beschwerden medizinisch oder gesellschaftlich relativiert werden, entsteht ein Kreislauf aus Funktionieren, Zweifel und verspäteter Abklärung. Genau hier braucht es mehr Sensibilität, mehr Wissen und einen anderen Umgang mit weiblicher Erschöpfung“, erklärt Tina Werner, Wissenschaftliche Leiterin der Initiativen zur Frauengesundheit bei Pure Encapsulations®.

 

Frauen werden dazu erzogen, sich verantwortlich zu fühlen

Die Zahlen zeigen deutlich, dass weibliche Erschöpfung nicht nur individuell entsteht. 92 % der Frauen haben den Eindruck, dass sie gesellschaftlich stärker dazu erzogen werden, sich für andere verantwortlich zu fühlen. Dazu passt, dass 74 % ihre eigenen Bedürfnisse häufiger hinter berufliche oder familiäre Anforderungen zurückstellen und 86 % sagen, Frauen lebten häufiger in Strukturen, die Regeneration verhindern. Erschöpfung ist damit nicht nur eine Frage individueller Resilienz, sondern auch eine Folge gesellschaftlicher Erwartungen.

 

Care-Arbeit unterbricht Schlaf und verstärkt Erschöpfung

Wie eng Erschöpfung mit den realen Bedingungen des Alltags zusammenhängt, zeigt der Blick auf Care-Arbeit. Bei der nächtlichen Care-Verantwortung liegt die Hauptlast laut Studie meist bei den Frauen selbst: 68 % verorten sie überwiegend bei sich, nur 15 % teilen sie sich etwa gleich auf, nur 1 % überwiegend beim Partner. 44 % sagen, dass ihr Schlaf durch Care-Verantwortung regelmäßig unterbrochen wird. Bei Frauen mit Kindern unter 14 Jahren im Haushalt funktioniert eine besonders große Mehrheit von 83 % trotz Müdigkeit oder Erschöpfung einfach weiter. Schlafmangel zeigt sich damit als eine Frage ungleich verteilter Verantwortung.

 

Erschöpfung wird medizinisch nicht ernst genommen

Die Studie zeigt auch, dass Frauen mit ihren Beschwerden im medizinischen Kontext oft nicht durchdringen. Unter jenen, die ihre anhaltende Müdigkeit bereits ärztlich abklären ließen, sagt mehr als die Hälfte (54 %), dass ihre Beschwerden nicht ernst genommen wurden. 52 % berichten, dass ihre Erschöpfung vorschnell als psychisch bedingt erklärt wurde, 72 % sagen, ihnen sei vermittelt worden, Müdigkeit oder Erschöpfung seien in ihrer Lebensphase „normal“ und 41 % geben an, dass ihre Symptome primär hormonell erklärt wurden. Darüber hinaus zeigt sich ein wiederkehrendes Muster: 39 % der Frauen haben den Eindruck, dass ihr Zyklus als vereinfachende Erklärung herangezogen wurde, ohne andere mögliche Ursachen ausreichend zu prüfen. Körperliche Faktoren geraten dabei häufig erst spät in den Blick. So wurde bei 16 % der Frauen im Zusammenhang mit Müdigkeit, Erschöpfung oder Schlafproblemen bereits ein Mikronährstoffmangel festgestellt. „Statt anhaltende Erschöpfung vorschnell zu normalisieren oder einseitig psychisch oder hormonell zu erklären, braucht es einen umfassenderen Blick. Insbesondere auf die Schlafqualität, die Belastung des Nervensystems und die Versorgung mit essenziellen Mikronährstoffen. Genau diese gründliche Einordnung fehlt Frauen im Alltag und im medizinischen Kontext noch zu oft”, ergänzt Tina Werner. Die Zahlen zeigen, dass Erschöpfung oft bagatellisiert, nicht als medizinisches Signal wahrgenommen und von vielen Frauen als etwas erlebt wird, das sie auszuhalten haben.

„Schlafprobleme und Erschöpfung werden bei Frauen noch immer zu oft bagatellisiert oder vorschnell erklärt. Aus schlafwissenschaftlicher und psychologischer Sicht ist das problematisch, weil schlechter Schlaf ein ernst zu nehmendes Signal sein kann und gründlich abgeklärt werden sollte. Gerade hier braucht es einen genaueren Blick auf Symptome, statt sie vorschnell als normal abzutun“, sagt Priv.-Doz.in Mag.a Dr.in Brigitte Holzinger, Somnologin & Schlafcoach, Psychologin und Leiterin der MedUni Lehrgänge und des Instituts für Bewusstseins- und Traumforschung.

 

Belastung verdichtet sich in der Lebensmitte

Besonders deutlich zeigt sich die Belastung in der Lebensmitte. Bei den 30- bis 44-jährigen Frauen sagen 71 %, dass sie morgens nicht erholt aufwachen, 62 % erleben ihren Schlaf als wenig regenerativ und 70 % fühlen sich im Alltag häufig unabhängig von ihrer Schlafdauer erschöpft. 50 % dieser Altersgruppe geben an, unter Schlafstörungen und anhaltender Müdigkeit zu leiden. Gerade in dieser Lebensphase verdichten sich damit Schlafprobleme, Alltagsdruck und gesellschaftliche Erwartungen besonders stark.

„Viele Frauen merken erst spät, wie sehr sich Stress, Anspannung und dauerhafte Verantwortung auf ihren Schlaf auswirken. In meiner Arbeit zeigt sich immer wieder: Erholsamer Schlaf beginnt nicht erst in der Nacht, sondern bei der Frage, wie belastet Frauen tagsüber sind. Was hilft, sind realistische Veränderungen im Alltag, die Entlastung schaffen und dem Körper wieder Regeneration ermöglichen“, erklärt Dr. Elke Doppler-Wagner, Schlafexpertin und Schlafcoach, diplomierte Chronotrainerin für Stress- und Konfliktbewältigung.

 

Für den Frauengesundheitsreport 2026 wurden im April 2026 insgesamt 1.000 Frauen in Österreich befragt. Die Umfrage wurde von Pure Encapsulations® gemeinsam mit TQS Research & Consulting durchgeführt und ist repräsentativ für Frauen im Alter von 18 bis 75 Jahren in Österreich, quotiert nach Bundesland.

 

https://www.purecaps.net/ 

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